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Santorini im Juni 2011

Heute lebt Santorini natürlich vor allem vom Tourismus.
Die Touristen kommen mit dem Flieger oder per Kreuzfahrtschiff oder per "Inselhopping" mit Booten hierher.
Die Ersteren bleiben sicherlich am Längsten auf dieser kleinen Insel, die Übrigen bleicben ein paar Stunden (Kreuzfahrtschiff) oder wenige Tage ("Inselhopper").

Wer meint, Sontorini sei ihm nur ein paar Stunden oder Tage wert, der irrt gewaltig; die Insel bzw. deren Orte haben viel zu bieten, und sei es nur Ruhe und Erholung.

Die Temperaturen im Juni liegen so bei ca. 26°C und sind dank des leichten Windes absolut gut zu ertragen. Die Klimaanlagen werden, wenn überhaupt, nur in den Fahrzeugen benötigt.

Unterkunft:
Sinnvoll ist ein Apartment mit einer kleinen Kochnische. Das Angebot ist groß. Ich selbst wählte einen großen deutschen Pauschalanbieter, da ich keinen Flug zum fraglichen Termin bekam. Grundsätzlich würde ich aber einen getrennten Flug mit individuell gebuchter Unterkunft bevorzugen, da die Möglichkeiten quasi unbegrenzt sind.

Verpflegung:
Die Insel bietet alles für den Selbstversorger (wer will schon AI?), sei es durch die sehr kleinen Supermärkte ("Tante Emma Läden") oder durch größere Supermärkte (griechische Ketten oder gar einen LIDL in Fira).
Selbst das Frühstück sollte man sich selber zubereiten, der örtliche Bäcker versorget Hungerige mit noch warmen, sehr günstigen Brötchen oder Broten.
Abends geht man dann gerne essen, frischen Fisch beispielsweise. Mit frisch ist dann der Tagesfisch gemeint, der wirklich fangfrisch ist und per Kilopreis brechnet wird. Natürlich kann ich auch hier die sonstigen griechischen Leckereien wie Fava (Kichererbsenbrei) oder gefüllte Weinblätter (nach Santorini-Art) als Vorspeise, als auch die bekannten Hauptspeisen wie Souvlaki und Konsorten empfehlen. Die Preise sind vergleichbar mit den unseren aber stark abhängig von der Lage der Lokalität.
Restaurantsempfehlungen und deren Preisniveau in Reiseführern kann man meistens vergessen, da unrealistisch; stattdessen sollte man selbst schauen und testen, denn die Karten liegen jeweils vor dem Restaurants aus.

Sehenswürdigkeiten:
Ein kleiner praktischer Reiseführer für die Insel ist grundsätzlich immer empfehlenswert - am besten mit Karte.
Ein Leihwagen für eine Inselerkundung mietet man sich vor Ort, ein Kleinwagen mit Klimaanlage für einen Tag für ca. 30 Euro reicht allemal.
Im Reiseführer werden die Strände Monolithos beach, Red beach, Perissa beach, Perissa beach, Bay of Amoudi und Vourvoulos beach angepeisen.
Grundsätzlich sollte man wissen, das Santorini eine vulkanische Insel ist und damit die Ansprüche an einen großen, hellen und breiten Strand nicht befriedigt werden können. Die aufgeführtenen kleinen, schmalen und dunklen Strände haben allerdings einen eigenen Reiz. Meines Erachtens sind sie aber nicht für kleine Kinder geeignet.

Wer sich für Wein interessiert, den sei ein Ausflug oder Besuch bei der Santo wines winery empfohlen.

Sehenswert sind natürlich, wie bereits oben angesprochen, die Stadtkerne von Fira und Oia.

Gerne werden überall Schiffsausflüge um die Insel herum angeboten, die sich ebenfalls empfehlen.

Museen und Ausgrabungsstätten sind nicht jedermanns Geschmack, doch Santorini hat auch Beides zu bieten.
So gibt es das Archäologische Museum, das Prehistorische Museum von Thira und die Ausgrabungen in Akrotiri und Antike.
Der Eintritt erfolgt gegen geringes Entgelt.

Darüber hinaus werden eine Vulkanwanderung und die Thermalquellen von Palea Kameni angeboten.


Die Hauptstadt und der Pilgerort:

Beide Orte bestechen durch ihre in den Kraterrand (bis zu 350 m hoch) gebauten kleinen Unterkunfte, die wie "Hobbithäuser" aussehen. Sie bieten einen herausragenden Blick über die Caldera - ein Erlebnis, nicht nur bei Sonnenuntergang.

In Fira (oder Thira) bekommt man allerhand Handwerkarbeiten und Urlaubsmitbringsel (u. a. viel Kitsch, z. B. Handtaschen aus Plüsch in Eselsform!). Natürlich gibt es endlos viele Lokalitäten zum Einkehren, vor allem die mit Blick auf die Caldera stehen hoch im Kurs (auch preislich). Nach Fira kommt man am besten mit dem Lokalbus, der praktisch von allen Ortschaften aus hier, am zentralen Busbahnhof, ankommt bzw. abfährt. Die Fahrpreise sind sehr günstig: eine Fahrt von Oia nach Fira kostet beispielsweise nur 1,60 €.
Pflicht ist, neben einem Stadtbummel, auch der Besuch des Hafens, den man entweder mit dem Esel oder mit der Seilbahn erreicht. Ich empfehle letztere Möglichkeit, da schneller, sicherer und geruchsneutral;-)
Am Hafen, bzw. davor, legen die großen Kreuzfahrtschiffe an. Hier werden die Touristenströme in den Ortskern gelenkt, um die schmalen Gassen zu verstopfen. Internationales Publikum ist angesagt.
Fira ist nicht riesig, so sollte man sich für den Stadtbummel genug Zeit nehmen. Vor allem die Aussicht von einem hoch gelegenen Restaurant über die Caldera ist immer eine (Getränke-) Pause wert.

Meine Restaurantempfehlung (tolle Athmosphäre und sehr gute Speisen und Weine) für Fira lautet: KIPOS

Oia (gesprochen Ia) ist wohl der Pilgerort auf Sontorini, berühmt und beliebt vor allem durch seinen sagenhaften Sonnenuntergang.
Auch in Oia bekommt der Tourist viel Handwerk und Urlaubskitsch geboten, allerdings ist die Auswahl geringer, was nicht negativ ist. Hier ist alles nochmals kleiner und enger, besonders im Ortskern. Touristenströne gibt es hier seltener - sehr angenehm. Für den Sonnenuntergang werden die Touristen in großen Massen mit Bussen herangefahren und für kurze Zeit werden sie alle Fleckchen Erde in Richtung Sonne belagern, um dort den glühenden Feuerball in allen Lagen 1000fach abzulichten.

Fotohungrige werden im Oia immer fündig und stolz präsentieren vor allem Asiaten ihre mit heftigen Objektiven bestückten digitalen Spiegelreflexkameras. Es gibt wirklich nichts, was sich vor der Linse sicher fühlen kann, und wenn es nur die Speisekarte oder der frisch gelieferte und bestückte Speisenteller ist.

Meine Tavernenempfehlung für Oia lautet: Anemomilos taverna

Wissenwertes über Santorini.


Bilder Santorini